Geldschöpfung

Unter Geldschöpfung versteht man die Schöpfung bzw. Herausgabe von Zahlungsmitteln. Dieser Prozess kann entweder monopolisiert oder kompetitiv stattfinden.

Monopolisiert bedeutet, dass eine einzige zentrale Instanz für die Schöpfung des Zahlungsmittels verantwortlich ist. Ein Beispiel dafür ist die Schöpfung von Fiatgeld, durch Zentralbanken bzw. Geschäftsbanken.

Kompetitiv bedeutet, dass sämtliche Marktteilnehmer sich an der Schöpfung des Zahlungsmittels beteiligen können. Dies ist zum Beispiel bei Gold oder den meisten Kryptowährungen der Fall. Da jede beliebige Person Gold schürfen kann oder sich am Miningprozess von Bitcoins anschließen kann.

Verge (XVG)

verge-logoVerge ist eine Kryptowährung, die auf einem Blockchain Netzwerk basiert und somit die bekannte dezentrale Struktur vorweist. Während sich bei konventionellen Zahlungssystemen stets eine Mittelinstanz als Vermittler einbringt, benötigt eine dezentrale Architektur, wie sie Verge beinhaltet, keine sogenannte «Third Party» und ermöglicht somit eine kostengünstige Möglichkeit, Zahlungsüberweisungen auszuführen.

Während es Bitcoin gelungen ist, die Basis für einen dezentralen Zahlungsverkehr zu schaffen, geht Verge einen Schritt weiter und verspricht völlig anonyme Transaktionen. Die Entwickler von Verge waren der Meinung, dass die Privatsphäre bei Bitcoin nicht genügend geschützt sei und lancierten im Jahr 2014 ihr Projekt zum erhöhten Schutz der Anonymität und Privatsphäre innerhalb einer Blockchain Anwendung. Damals noch bekannt unter dem Namen DogecoinDark (DOGED), entstand Verge aus der ursprünglichen Bitcoin Blockchain, mit dem Ziel, eine schnelle, effiziente und dezentrale Lösung für Zahlungsüberweisungen zur Verfügung zu stellen, während zeitgleich der Schutz der Privatsphäre gewährleistet wird. Um unter anderem an Seriosität zu gewinnen, wurde der Name im Jahre 2016 auf «Verge Currency» geändert. Als Gründer der Verge Currency gilt «Sunerok», alias «John Vendetta». Mit bürglerlichem Namen heisst Sunerok Justin Erik Valo und stammt aus den USA.

Viele jüngere Kryptowährungen machen sich das ICO (Initial Coin Offering) zur Projektfinanzierung zu Nutze. Während eine gewisse Stückzahl an Coins meist gegen Bitcoin oder Ethereum verkauft wird, behält man einen unterschiedlich grossen Teil zurück. Im Unterschied dazu wurden die Verge Coins weder bei einem ICO verteilt, noch wurde ein Teil der Coins bei einem sogenannten «Pre – Mine» vorrangig an Entwickler und Partner abgegeben. Finanziert wird das Verge Projekt demnach durch Zuwendungen der Community und von den Entwicklern selbst.

Wie erwähnt, basiert Verge auf der Bitcoin Blockchain und verwendet somit den Proof of Work Algorithmus zur Konsensfindung und zur Generierung aller 16.5 Milliarden Coins. Jedoch hat Verge den Proof of Work Algorithmus der Bitcoin Blockchain um einige Attribute erweitert. Eine dieser Erweiterungen ist der «Multi – Mining – Algorithmus». Dieser gibt vor, dass jeder neu erstellte aufeinanderfolgende Block mit einem anderen Arbeitsnachweis erstellt werden muss. «X17», «Scrypt», «Blake2s», «Myr-groestl» und «Lyra2» sind die fünf anwendbaren Algorithmen. Eine andere Erweiterung bietet das «Wraith Protocol». Über die Verwendung der beiden Netzwerke TOR (The Onion Router), sowie I2P (Invisible Internet Project), werden die IP-Adressen verschleiert und ein anonymer Auftritt im Internet gewährleistet. Ausserdem besteht die Möglichkeit, die Blockchain als privates Netzwerk zu nutzen. Mit dieser Funktion werden öffentliche Adressen nicht im Explorer angezeigt. Durch das Wraith Protocol und der Verwendung des privaten Netzwerkes können ausserdem «Stealth-Addresses» verwendet werden. Diese Funktion generiert einen öffentlichen Schlüssel, der ausschliesslich einmalige Anwendung findet und bei der darauffolgenden Transaktion wieder verändert wird. Aktuell kann das Verge Netzwerk 100 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten, welche alle 30 Sekunden in einen neu erstellten Block eingebaut und somit bestätigt werden. Mit der «RSK Technologie» sollen gar bis zu 2000 Transaktionen möglich sein. Bitcoin schafft im Gegensatz dazu knapp 7 Transaktionen pro Sekunde, während eine Blockerstellung durchschnittlich 10 Minuten dauert. Die kurze Transaktionsdauer verdankt Verge dem SPV (Simple Payment Verification). Knotenpunkte, welche diese Funktion dem Netzwerk zur Verfügung stellen, führen keine komplette Kopie der Blockchain auf ihren Rechnern.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass sich Verge als «Privacy Coin» in der Blockchain Szene etabliert hat. Mit der Implementierung des Wraith Protocols Anfangs 2018 sind sensible Daten nun noch besser geschützt. Dennoch ist es möglich, auf Verlangen Transaktionen auch öffentlich abzulegen. Dies kann vor allem dann von Vorteil sein, wenn man zum Beispiel den Verlauf gespendeter Gelder nachvollziehen möchte. Mit der Umsetzung der RSK Technologie könnte Verge zu einem der schnellsten und leistungsfähigsten Zahlungsanbieter werden. Durch die RSK Technologie wird die Verge Blockchain in Zukunft auch fähig sein Smart Contracts einzubinden. Ausserdem wurden im März 2018 bei einem Crowdfunding 75 Millionen XVG eingenommen. Diese sollen der Weiterentwicklung dienen. Man kann also gespannt sein, wie sich Verge in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt.

 

Hier geht’s zum Verge Projekt: www.vergecurrency.com

Verge (XVG) kann auf etlichen Exchanges gekauft und gehandelt werden. Hierfür bietet sich unsere «Liste der renommiertesten Exchanges».

 

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Kryptowährung

Als Kryptowährung wird ein digitales Zahlungsmittel bezeichnet, welches in der Regel auf einem dezentralen Peer to Peer Netzwerk, einer sogenannten Blockchain, verwendet wird. Zur Verschlüsselung der meist sensiblen Daten, sowie zur Konsensfindung, dient die Kryptographie. Daher auch der Name Kryptowährung. Die erste öffentlich gehandelte Kryptowährung ist Bitcoin im Jahr 2009. Der Bitcoin gilt als Urvater der heute mehreren hundert digitalen Währungen. Es wurde jedoch bereits in den 90er Jahren an Projekten für digitalen Zahlungsmittel gearbeitet.

Weiter Infos zu den jeweilige Kryptowährung gibts in unserer Rubrik Coins erklärt.

EOS (EOS)

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EOS.IO ist das Projekt hinter der Kryptowährung EOS. Aktuell läuft EOS noch auf einem Ethereum Testnet und ist somit noch nicht offiziell veröffentlicht (Stand 16.05.2018). Ein Umstieg auf das eigene EOS Mainnet ist auf den 2. Juni 2018 geplant. Während die Kryptowährung nicht als eigenständiges Projekt auf einer eigenen Blockchain läuft, spricht man nicht von Coins, sondern von Tokens. Beim EOS Projekt wurden sogenannte ERC20 Tokens verwendet, die über das Ethereum Netzwerk erstellt wurden.

Die EOS.IO Plattform ist eine Open Source Software, die auf einer Blockchain Architektur basiert und erstmals im Juni 2017 veröffentlicht wurde. Ziel der EOS Blockchain ist die Bereitstellung von Smart Contracts und dezentralen Speicherlösungen. Somit dient das EOS Netzwerk in erster Linie nicht als Zahlungsanbieter, sondern als Grundkonstrukt für dezentrale Applikationen (DApps). Die Kryptowährung EOS ist somit auch vor allem ein Anteilschein, mit welchem Stimmrecht erlangt wird. Andererseits steigt mit dem EOS Vermögen auch die Menge an zur Verfügung gestellter Bandbreite und verwendbarem Speicher innerhalb der EOS Blockchain.

Ähnlich wie bei den meisten jüngeren Blockchain Projekten, verspricht das EOS Protokoll, die eingeschränkte Skalierbarkeit in den Griff zu bekommen. Mit Millionen möglichen Transaktionen pro Sekunde soll EOS alle anderen Kryptowährungen übertrumpfen.

Entwickelt wurde das EOS.IO Projekt von der Firma Block.one, die ihren Hauptsitz auf den Cayman Islands hat und von Brendan Blumer als CEO geführt wird. Die Gründer von Block.one teilten eine gemeinsame Leidenschaft für die allgemeine Dezentralisierung und wollten Blockchain-Lösungen Realität werden lassen. Als technischer Direktor ist Daniel Leimer für Block.one tätig. Leimer ist vor allem durch seine Mitarbeit an Projekten wie BitShares und Steemit bekannt. Ausserdem gilt er als Erdenker der DAOs (Decentralized Autonomous Organisations). DAOs sind dezentrale Firmenkonstrukte, die im Gegensatz zu traditionellen Konstrukten keine Hierarchie kennen. Sie bilden eine Art Netzwerk von autonomen Anteilhabern, die ihre Arbeit aufgrund von vordefinierten Algorithmen verrichten. Diese DAOs, auch häufig DACs (Decentralized Autonomous Cooperation) genannt, können auf der EOS Blockchain erstellt und betrieben werden.

 

Nebst den DAOs, entwickelte Daniel Leimer auch den Konsensmechanismus DPOS (Delegated Proof of Stake), welcher der EOS Blockchain zur Einigung und Korrektheit innerhalb des Netzwerks dient. Ähnlich dem bekannten Proof of Stake Algorithmus, wie er bei etlichen anderen Kryptowährungen verwendet wird, nimmt auch EOS seine Nutzer in die Pflicht und verteilt das Erstellen der Blocks und das Verifizieren der Transaktionen an von der Community gewählte Block Produzenten. Somit fällt beim EOS Protokoll das Mining weg und dementsprechend auch die Herstellung neuer EOS Coins. Diese wurden bereits zu Beginn im ersten Block generiert und wie erwähnt als Token im Ethereum Netzwerk verteilt. Dieses Vorgehen soll eine grosse Verbreitung der EOS Tokens sicherstellen und den schnellstmöglichen Nutzen der Tokens gewährleisten. 10% der ursprünglich 1 Milliarde generierten EOS Tokens behält Block.one zurück, verspricht jedoch gleichzeitig, dass der Erlös des Token Sales in Projekte fliesst, die auf der EOS Blockchain aufbauen.

Seit dem 5. April 2018 läuft mit EOSIO Dawn 3.0 eine öffentlich zugängliches Test-Netzwerk, das zur Errichtung von DApps und DAOs zur Verfügung gestellt wird.

Nebst der Möglichkeit der Errichtung von dezentralen Applikationen und Organisationen, bietet die EOS Blockchain auch Konten, Datenbanken und die Möglichkeit auf asynchrone Kommunikation, wie sie etwa bei E-Mails und SMS-Konversationen verwendet wird.

 

Hier geht’s zum EOS Projekt: www.eos.io

EOS (EOS) können auf etlichen Exchanges gekauft und gehandelt werden. Hierfür bietet sich unsere «Liste der renommiertesten Exchanges».

 

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