Siacoin (SC)

Sia WordmarkSiacoin ist die Kryptowährung des Cloud-Storage Anbieters Sia. Clouds, also sogenannte «Wolken», sind meist externe zentrale Datenspeicher. Während Daten bislang offline auf persönlichen Datenträgern, wie beispielsweise einer Harddisk im Computer, oder auf einem USB Stick abgelegt wurden, werden die Daten bei Cloudlösungen auf externen zentralen Servern deponiert und verwaltet. Diese Server sind permanent mit dem Internet verbunden und gewährleisten so einen ständigen Zugriff auf die persönlichen Daten. Einige bekannte Beispiele für Cloud-Storage Anbieter sind «Dropbox», die «Google Cloud» und die von Microsoft angebotene «OneDrive», welche standardmässig in den Windows Betriebssystemen implementiert ist. Um die sensiblen Daten geschützt zu wissen, bedarf es enormen Vertrauens in die Anbieter der jeweiligen Dienste. Eine Dezentralisierung der Datenverwalter, wie sie die Blockchain zur Verfügung stellt, macht ein solches Vertrauen überflüssig, während die anderen Vorzüge eines Online-Speicherplatzes beibehalten werden. Einen solchen Speicherplatz bietet Sia.

Entwickelt und gegründet wurde Sia von der Nebulous Inc. mit Sitz in Boston, USA im Jahr 2015. David Vorick und Luke Champine gründeten Nebulous im Jahr 2014 und setzten es sich zum Ziel, die Sia Plattform als Speicherlösung zu etablieren und den Monopolen die Stirn zu bieten.

Sia wurde auf Basis der Bitcoin Blockchain und mit etlichen Spezifikationen ergänzt. Durch die dezentrale Architektur bringt das Sia Netzwerk Anbieter und Nutzer zusammen ohne die Einbindung einer Mittelinstanz. «Renter» können Datenspeicherplatz mieten, während «Hosts» diesen vermieten können. Mittels Einbindung von Smart Contracts kann das System Abmachungen der beiden Parteien automatisiert umsetzen und gewährleisten. Um die Sicherheit zu garantieren, sowie die Integrität der Daten zu sichern, beinhaltet das Sia Protokoll etliche Sicherheitsmechanismen.

Vor dem Upload auf die Blockchain zerstückelt die Sia Software sämtliche Daten in 30 Segmente. Diese Segmente werden dann an 30 verschiedene Speicherplatzanbieter, sogenannte «Hosts», im System verteilt und können nur vom rechtmässigen Besitzer wieder zusammengefügt werden. Die Datensegmente werden mit der «Reed Solomon Erasure Coding» Technologie erstellt. Diese Technologie wird unter anderem in CD`s und DVD`s verwendet. Erasure Coding ermöglicht es ausserdem, dass nur 10 dieser Segmente zusammenpassen müssen, um die kompletten Daten wiederherstellen zu können. Im Beispiel würde das also bedeuten, dass 20 von 30 Hosts offline gehen könnten und die Daten dennoch durch die verbleibenden 10 Hosts verfügbar bleiben.

Zur Sicherheit der Daten werden alle 30 Segmente kryptografisch verschlüsselt und versprechen somit, dass die Hosts keinen Einblick auf den Dateninhalt haben. Zur Verschlüsselung verwendet Sia den «Twofish» Algorithmus, ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, bei welchem, anders als im Bitcoin Netzwerk, nur ein Zugangsschlüssel verwendet wird.

Gleichzeitig ermöglicht das Sia-Netzwerk seinen Anwendern, ihren freien Datenspeicher zur Verfügung zu stellen und damit Geld zu verdienen. Genauer gesagt Siacoins. Somit wird die Kryptowährung ausschliesslich für interne Systemzahlungen verwendet und nicht, wie bei vielen anderen Projekten, als Alternative zu bestehenden Zahlungsmitteln gesehen.

Da Sia als Konsensprotokoll den «Proof of Work» Algorithmus, analog diesem der Bitcoin Blockchain verwendet, sorgen Miner durch Erbringung von Rechenleistung für die Einigung im System. Durch das Erbringen dieser Ressourcen werden neue Siacoins geschürft, welche gleichzeitig als Belohnung (Block Reward) dienen. Der ursprüngliche Block Reward betrug 300`000 SC und wird mit jedem geschürften Block um 1 SC verringert. Bei 270`000 Blocks wird die Untergrenze von 30`000 SC erreicht. Dieser Reward wird anschliessend in alle Ewigkeit beibehalten. Die Erstellung eines Sia Blocks beträgt 10 Minuten.

Sia ist ein dezentrales „Peer to Peer“ Netzwerk für den Kauf und Verkauf von Computer-Speicherplatz. Vertrauen in einen Datenverwalter entfällt und dementsprechend reduzieren sich auch die Nutzungskosten. Während es einerseits möglich ist, Speicherplatz zu mieten, bietet Sia auch die Möglichkeit, nicht verwendeten Speicher dem Netzwerk zur Verfügung zu stellen, für welchen man wiederum mit dem Siacoin entlöhnt wird.

 

Hier geht’s zum Sia Projekt: Sia.tech/

Siacoin (SC) kann auf etlichen Exchanges gekauft und gehandelt werden. Hierfür bietet sich unsere «Liste der renommiertesten Exchanges».

 

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Verge (XVG)

verge-logoVerge ist eine Kryptowährung, die auf einem Blockchain Netzwerk basiert und somit die bekannte dezentrale Struktur vorweist. Während sich bei konventionellen Zahlungssystemen stets eine Mittelinstanz als Vermittler einbringt, benötigt eine dezentrale Architektur, wie sie Verge beinhaltet, keine sogenannte «Third Party» und ermöglicht somit eine kostengünstige Möglichkeit, Zahlungsüberweisungen auszuführen.

Während es Bitcoin gelungen ist, die Basis für einen dezentralen Zahlungsverkehr zu schaffen, geht Verge einen Schritt weiter und verspricht völlig anonyme Transaktionen. Die Entwickler von Verge waren der Meinung, dass die Privatsphäre bei Bitcoin nicht genügend geschützt sei und lancierten im Jahr 2014 ihr Projekt zum erhöhten Schutz der Anonymität und Privatsphäre innerhalb einer Blockchain Anwendung. Damals noch bekannt unter dem Namen DogecoinDark (DOGED), entstand Verge aus der ursprünglichen Bitcoin Blockchain, mit dem Ziel, eine schnelle, effiziente und dezentrale Lösung für Zahlungsüberweisungen zur Verfügung zu stellen, während zeitgleich der Schutz der Privatsphäre gewährleistet wird. Um unter anderem an Seriosität zu gewinnen, wurde der Name im Jahre 2016 auf «Verge Currency» geändert. Als Gründer der Verge Currency gilt «Sunerok», alias «John Vendetta». Mit bürglerlichem Namen heisst Sunerok Justin Erik Valo und stammt aus den USA.

Viele jüngere Kryptowährungen machen sich das ICO (Initial Coin Offering) zur Projektfinanzierung zu Nutze. Während eine gewisse Stückzahl an Coins meist gegen Bitcoin oder Ethereum verkauft wird, behält man einen unterschiedlich grossen Teil zurück. Im Unterschied dazu wurden die Verge Coins weder bei einem ICO verteilt, noch wurde ein Teil der Coins bei einem sogenannten «Pre – Mine» vorrangig an Entwickler und Partner abgegeben. Finanziert wird das Verge Projekt demnach durch Zuwendungen der Community und von den Entwicklern selbst.

Wie erwähnt, basiert Verge auf der Bitcoin Blockchain und verwendet somit den Proof of Work Algorithmus zur Konsensfindung und zur Generierung aller 16.5 Milliarden Coins. Jedoch hat Verge den Proof of Work Algorithmus der Bitcoin Blockchain um einige Attribute erweitert. Eine dieser Erweiterungen ist der «Multi – Mining – Algorithmus». Dieser gibt vor, dass jeder neu erstellte aufeinanderfolgende Block mit einem anderen Arbeitsnachweis erstellt werden muss. «X17», «Scrypt», «Blake2s», «Myr-groestl» und «Lyra2» sind die fünf anwendbaren Algorithmen. Eine andere Erweiterung bietet das «Wraith Protocol». Über die Verwendung der beiden Netzwerke TOR (The Onion Router), sowie I2P (Invisible Internet Project), werden die IP-Adressen verschleiert und ein anonymer Auftritt im Internet gewährleistet. Ausserdem besteht die Möglichkeit, die Blockchain als privates Netzwerk zu nutzen. Mit dieser Funktion werden öffentliche Adressen nicht im Explorer angezeigt. Durch das Wraith Protocol und der Verwendung des privaten Netzwerkes können ausserdem «Stealth-Addresses» verwendet werden. Diese Funktion generiert einen öffentlichen Schlüssel, der ausschliesslich einmalige Anwendung findet und bei der darauffolgenden Transaktion wieder verändert wird. Aktuell kann das Verge Netzwerk 100 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten, welche alle 30 Sekunden in einen neu erstellten Block eingebaut und somit bestätigt werden. Mit der «RSK Technologie» sollen gar bis zu 2000 Transaktionen möglich sein. Bitcoin schafft im Gegensatz dazu knapp 7 Transaktionen pro Sekunde, während eine Blockerstellung durchschnittlich 10 Minuten dauert. Die kurze Transaktionsdauer verdankt Verge dem SPV (Simple Payment Verification). Knotenpunkte, welche diese Funktion dem Netzwerk zur Verfügung stellen, führen keine komplette Kopie der Blockchain auf ihren Rechnern.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass sich Verge als «Privacy Coin» in der Blockchain Szene etabliert hat. Mit der Implementierung des Wraith Protocols Anfangs 2018 sind sensible Daten nun noch besser geschützt. Dennoch ist es möglich, auf Verlangen Transaktionen auch öffentlich abzulegen. Dies kann vor allem dann von Vorteil sein, wenn man zum Beispiel den Verlauf gespendeter Gelder nachvollziehen möchte. Mit der Umsetzung der RSK Technologie könnte Verge zu einem der schnellsten und leistungsfähigsten Zahlungsanbieter werden. Durch die RSK Technologie wird die Verge Blockchain in Zukunft auch fähig sein Smart Contracts einzubinden. Ausserdem wurden im März 2018 bei einem Crowdfunding 75 Millionen XVG eingenommen. Diese sollen der Weiterentwicklung dienen. Man kann also gespannt sein, wie sich Verge in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt.

 

Hier geht’s zum Verge Projekt: www.vergecurrency.com

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Stellar Lumen (XLM)

Stellar Lumen Logo.pngBei Stellar handelt es sich um eine Open Source Anwendung, welche als dezentrales Konstrukt zum Werteaustausch dienen soll. Das Stellar Netzwerk ist öffentlich, somit kann jeder der die Anforderungen erfüllt daran teilnehmen.

Für Zahlungsüberweisungen hält Stellar seinen eigenen Coin namens Lumen (XLM) bereit. Während sich viele Krypto Projekte auf das Mining zur Coin Generierung verlassen, wurden bei Steller alle XLM bereits im ersten Block erstellt und verteilt. Einen kleinen Teil der ursprünglichen einer Milliarde Coins hält die «Stellar Development Foundation». Diese Coins sollen der Weiterentwicklung des Stellar Projekts dienen. Stellar entstand im Jahre 2014. Damals noch auf der Basis des Ripple Protokolls. Zu den Gründern zählt nebst Jed McCaleb, Gründer von eDonkey und Mt.Gox, sowie Mitbegründer von Ripple, auch Joyce Kim, welche mit SparkChain Capital, einer Krypto – Investmentfirma, mittlerweile eigene Projekte verfolgt. In der Folge entwickelte Jed McCaleb eine optimierte Programmierung und positionierte Stellar im April 2015 neu und mit komplett eigenständigen Code ohne Anlehnung an das Ripple Protokoll.

Die Funktionsweise gleicht derer der meisten dezentralen Lösungen. Knotenpunkte, sogenannte Validatoren, speichern und betreuen eine Kopie der Stellar Daten auf ihrem Server. Gleichzeitig verbinden sie sich mit den anderen Stellar Servern im Netzwerk und gleichen ihre Daten miteinander ab. Bildet sich eine Mehrheit identischer Datensätze wird diese Version als integer betrachte und somit als einzig richtige akzeptiert. Durch das sogenannte «Stellar Consensus Protocol (SCP)» werden alle Datensätze der jeweiligen Netzwerkpunkte alle 2 – 4 Sekunden miteinander synchronisiert. Somit garantiert das System eine ständige Integrität der Datensätze innerhalb des Netzwerks.

Das SCP beinhaltet vier Schlüsseleigenschaften, welche dem Stellar Netzwerk seine Alleinstellungsmerkmale geben. Nebst der dezentralen Struktur und der niedrigen Latenz innerhalb des Systems, verfügt das SCP über den sogenannten «Flexible Trust» (zu Deutsch: Flexibles Vertrauen). Der Flexible Trust, verspricht jedem User dass er frei wählen kann welcher Gruppe Validatoren er vertrauen möchte. Zur Sicherheit und Verschlüsselung der Daten verwendet das SCP die «Asymptotic Security». In einem Beispiel könnte man sich das wie folgt vorstellen: Während ein Hacker versucht ein Passwort zu knacken, erweitert das Passwort seine Zeichenabfolge und verunmöglicht so den Angriff.

Die Geschwindigkeit der Transaktionen, sowie die Menge der pro Sekunde ausführbaren Transaktionen werden durch das Stellar Consensus Protocol (SCP) auf ein konkurrenzfähiges Niveau gebracht. Theoretisch sind pro Sekunde bis zu 1000 Transaktionen möglich. Diese Transaktionen sind innert Sekunden, bei jeder Systemsynchronisation bestätigt. Im Vergleich dazu kann das Bitcoin System gerade einmal sieben Transaktionen pro Sekunde ausführen. Die Dauer der Bestätigung kann bei der aktuellen Netzwerklast sogar mehrere Stunden dauern. Um dies zu Umgehen kann im Proof of Work Algorithmus die Transaktionsgebühr angehoben werden. Das Stellar Netzwerk benötigt keine Anhebung der Gebühren zur schnellen Überweisung. Somit können sämtliche Transaktionen kostengünstig versendet werden.

Zwar können ausgeführte Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden. Jedoch ist es möglich falsch versendete Lumen einzufrieren, so dass der Empfänger lediglich die Möglichkeit hat die Lumen wieder zurückzusenden.

Nebst der Ausführung digitaler Zahlungen in hoher Menge und rasanter Geschwindigkeit, bietet Stellar auch die Möglichkeit FIAT Währungen wie USD oder Euro zu transferieren. Die Lumen Coins stellen die Schnittstelle. Dies ermöglichen sogenannte «Anchors». Sie verteilen systeminterne Kredite und bringen Käufer und Verkäufer zusammen.

Ähnlich der Ethereum Blockchain bietet auch Stellar die Option Smart Contracts anzulegen. Dies bietet unter anderem die Möglichkeit auf Lancierung eigener dezentraler Projekte. Über Initial Coin Offerings (ICO) können eigene Kryptowährungen kreiert und verteilt werden.

Im November 2017 ging Stellar eine Partnerschaft mit dem IT – Reisen IBM ein.

 

Hier geht’s zum Stellar Projekt: www.stellar.org

Lumen (XLM) können auf etlichen Exchanges gekauft und gehandelt werden. Hierfür bietet sich unsere «Liste der renommiertesten Exchanges».

 

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TRON (TRX)

TRON logoTRON ist ein chinesisches Blockchain Projekt, das von der Tron Foundation entwickelt wurde. Die Tron Foundation hat ihren Sitz in Singapur und wurde im September 2017 von Justin Sun gegründet. Ziel der TRON Blockchain ist es, eine Plattform für dezentrale Anwendungen zur Verfügung zu stellen, dies vor allem im Bereich der digitalen Unterhaltung. Da die TRON Entwickler rund um Sun der Meinung waren, dass das Internet als dezentrale demokratische Institution längst nicht mehr genüge, setzte man sich den Anspruch, ein Netzwerk zu errichten, welches Anbieter und Nutzer direkt miteinander interagieren lässt und aufgrund der Peer to Peer Architektur keine Mittelmänner mehr benötigt. Vor allem Entertainment Anbieter, wie beispielsweise Youtube, sollen somit ausgehebelt und deren Monopole geschwächt werden. Auch Social Media Plattformen wären mögliche Use Cases für die TRON Blockchain. Erste Projekte stehen im Beispiel von Gifto bereits zur Verfügung. Gifto ist eine Social Media Plattform, welche im asiatischen Raum bereits grosse Beliebtheit erlangte.

Aktuell läuft TRON noch auf einem Ethereum Testnet und wird als ERC20 Token gehandelt. Trotz der frühen Entwicklungsphase stehen jedoch bereits teils bestätigte Partnerschaften mit Grosskonzernen, wie beispielsweise AliBaba, im Raum.

Der Umstieg auf das TRON Mainnet, sprich der Wechsel von der Ethereum Blockchain auf die eigenständige TRON Blockchain, wird laut offizieller TRON Homepage auf Ende Mai 2018 versprochen.

Der von TRON verwendet Token heisst Tronix und wird mit den Initialen TRX angegeben. Der TRX Token kann auf der TRON Blockchain, nebst der Möglichkeit, digitale Zahlungen abzuwickeln, auch zum Erwerb von angebotenem Inhalt innerhalb des TRON Netzwerkes verwendet werden. Ausserdem ist der Besitz von TRX Token einem Besitz von Firmenanteilen gleichgestellt und berechtigt zur Teilnahme an Abstimmungen innerhalb des Systems. Auf game.com, einer Onlinespiele-Plattform, können bereits Credits mit der Kryptowährung TRX erworben werden. Auf der Peiwo App, einer von Justin Sun entwickelten Chat-Plattform, können Inhalte mit TRX honoriert werden.

Ähnlich der Ethereum Blockchain, soll es in Zukunft auch auf der TRON Blockchain möglich sein, eigene Kryptowährung zu generieren und somit eigenen Projekten eine Plattform zu geben. Unter dem Namen TRON 20 Token, kann ein persönlich spezifizierter Token generiert werden, der alle Vorteile der TRON Blockchain nutzen kann.

Die TRON Blockchain baut sich durch eine spezielle dreilagige Architektur auf. Eine erste Schicht ist die sogenannte «Storage Layer» als verteiltes Speicherprotokoll zur Aufbewahrung von Daten. Eine zweite Schicht ist die «Core Layer», auf welcher sämtliche Smart Contracts Module laufen, sowie alle Konsensmechanismen. Auf der dritten Schicht, der «Application Layer», laufen sämtliche dezentralen Applikationen (DApps). Aufgrund der dreilagigen Struktur können Änderungen jeweils sehr anwendungsspezifisch implementiert werden.

Zur Einigung innerhalb des Netzwerks verwendet die TRON Blockchain ein Proof of Stake Verfahren. Ähnlich wie der Konsensmechanismus der EOS Blockchain, verwendet auch TRON den DPOS (Delegated Proof of Stake). Der DPOS verspricht ein faires und demokratisches Verfahren zur Bestimmung der Blockersteller. Die Blockersteller werden von Nutzern der Blockchain gewählt. Es gilt, je mehr TRX Anteile, umso höher das Stimmrecht. Jedoch kann pro Block jeweils nur eine Stimme an einen möglichen Blockersteller abgegeben werden. Der DPOS wird als effizientester, schnellster, dezentralster und flexibelster Konsensmechanismus angegeben. Die Schnelligkeit und Effizienz des DPOS lässt theoretisch bis zu 10`000 Transaktionen zu und bestätigt diese innert 15 Sekunden, mit jedem neu erstellten Block.

Zur Unterstützung der Anonymität der Nutzer arbeitet TRON, gemäss Lucien Chen, dem technischen Direktor, aktuell an einem Zero Knowledge Protokoll. Ähnlich diverser «Privacy Coins», wie beispielsweise Monero, verwendet TRON ergänzend die Ring Signature, die sämtliche Transaktionen verschleiert und gleichzeitig den wahrheitsgetreuen Inhalt einer Transaktion gewährleistet.

Die Tron Foundation setzt einen sehr ambitionierten Zeitplan durch, der sich über 8 – 10 Jahre erstreckt und somit eine gewisse Weitsichtigkeit der Entwickler erahnen lässt. Aktuell befindet sich TRON in der Phase «Exodus», welche diverse Funktionen bietet, jedoch noch kein eigenes Netzwerk beinhaltet. Mit dem bevorstehenden Mainnet Launch und dem Umstieg auf die eigene Blockchain beginnt Phase «Odyssey», die wohl wichtigste in diesem Jahr. Mit «Great Voyage & Apollo» sowie «Star Trek» und «Eternity» sind weitere vielversprechende Phasen angekündigt, welche die TRON Blockchain in ihrer vollen Funktion zeigen werden.

Abschliessend kann man sagen, dass sich die Tron Foundation mit der Revolutionierung des Internets ein grosses Ziel gesetzt hat. Nebst der angestrebten Datenfreiheit und der selbstbetitelten «Heilung des Internets», ermöglicht TRON die Generierung eines eigenen Tokens, sowie die Umsetzung von ICO`s zur Kapitalbeschaffung für eigene Projekte. Das Erstellen von DApps auf der TRON Blockchain ist ein weiteres Asset, das eine vielversprechende Zukunft hat.

 

Hier geht’s zum TRON Projekt: www.tron.network

Der Tronix (TRX) Token kann auf etlichen Exchanges gekauft und gehandelt werden. Hierfür bietet sich unsere «Liste der renommiertesten Exchanges».

 

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EOS (EOS)

EOS Logo.jpg

EOS.IO ist das Projekt hinter der Kryptowährung EOS. Aktuell läuft EOS noch auf einem Ethereum Testnet und ist somit noch nicht offiziell veröffentlicht (Stand 16.05.2018). Ein Umstieg auf das eigene EOS Mainnet ist auf den 2. Juni 2018 geplant. Während die Kryptowährung nicht als eigenständiges Projekt auf einer eigenen Blockchain läuft, spricht man nicht von Coins, sondern von Tokens. Beim EOS Projekt wurden sogenannte ERC20 Tokens verwendet, die über das Ethereum Netzwerk erstellt wurden.

Die EOS.IO Plattform ist eine Open Source Software, die auf einer Blockchain Architektur basiert und erstmals im Juni 2017 veröffentlicht wurde. Ziel der EOS Blockchain ist die Bereitstellung von Smart Contracts und dezentralen Speicherlösungen. Somit dient das EOS Netzwerk in erster Linie nicht als Zahlungsanbieter, sondern als Grundkonstrukt für dezentrale Applikationen (DApps). Die Kryptowährung EOS ist somit auch vor allem ein Anteilschein, mit welchem Stimmrecht erlangt wird. Andererseits steigt mit dem EOS Vermögen auch die Menge an zur Verfügung gestellter Bandbreite und verwendbarem Speicher innerhalb der EOS Blockchain.

Ähnlich wie bei den meisten jüngeren Blockchain Projekten, verspricht das EOS Protokoll, die eingeschränkte Skalierbarkeit in den Griff zu bekommen. Mit Millionen möglichen Transaktionen pro Sekunde soll EOS alle anderen Kryptowährungen übertrumpfen.

Entwickelt wurde das EOS.IO Projekt von der Firma Block.one, die ihren Hauptsitz auf den Cayman Islands hat und von Brendan Blumer als CEO geführt wird. Die Gründer von Block.one teilten eine gemeinsame Leidenschaft für die allgemeine Dezentralisierung und wollten Blockchain-Lösungen Realität werden lassen. Als technischer Direktor ist Daniel Leimer für Block.one tätig. Leimer ist vor allem durch seine Mitarbeit an Projekten wie BitShares und Steemit bekannt. Ausserdem gilt er als Erdenker der DAOs (Decentralized Autonomous Organisations). DAOs sind dezentrale Firmenkonstrukte, die im Gegensatz zu traditionellen Konstrukten keine Hierarchie kennen. Sie bilden eine Art Netzwerk von autonomen Anteilhabern, die ihre Arbeit aufgrund von vordefinierten Algorithmen verrichten. Diese DAOs, auch häufig DACs (Decentralized Autonomous Cooperation) genannt, können auf der EOS Blockchain erstellt und betrieben werden.

 

Nebst den DAOs, entwickelte Daniel Leimer auch den Konsensmechanismus DPOS (Delegated Proof of Stake), welcher der EOS Blockchain zur Einigung und Korrektheit innerhalb des Netzwerks dient. Ähnlich dem bekannten Proof of Stake Algorithmus, wie er bei etlichen anderen Kryptowährungen verwendet wird, nimmt auch EOS seine Nutzer in die Pflicht und verteilt das Erstellen der Blocks und das Verifizieren der Transaktionen an von der Community gewählte Block Produzenten. Somit fällt beim EOS Protokoll das Mining weg und dementsprechend auch die Herstellung neuer EOS Coins. Diese wurden bereits zu Beginn im ersten Block generiert und wie erwähnt als Token im Ethereum Netzwerk verteilt. Dieses Vorgehen soll eine grosse Verbreitung der EOS Tokens sicherstellen und den schnellstmöglichen Nutzen der Tokens gewährleisten. 10% der ursprünglich 1 Milliarde generierten EOS Tokens behält Block.one zurück, verspricht jedoch gleichzeitig, dass der Erlös des Token Sales in Projekte fliesst, die auf der EOS Blockchain aufbauen.

Seit dem 5. April 2018 läuft mit EOSIO Dawn 3.0 eine öffentlich zugängliches Test-Netzwerk, das zur Errichtung von DApps und DAOs zur Verfügung gestellt wird.

Nebst der Möglichkeit der Errichtung von dezentralen Applikationen und Organisationen, bietet die EOS Blockchain auch Konten, Datenbanken und die Möglichkeit auf asynchrone Kommunikation, wie sie etwa bei E-Mails und SMS-Konversationen verwendet wird.

 

Hier geht’s zum EOS Projekt: www.eos.io

EOS (EOS) können auf etlichen Exchanges gekauft und gehandelt werden. Hierfür bietet sich unsere «Liste der renommiertesten Exchanges».

 

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NEO (NEO)

512.pngNEO ist ein chinesisches Blockchain Projekt mit einer gleichnamigen Kryptowährung. Ähnlich der Ethereum Blockchain, bietet NEO, nebst der Möglichkeit, digitale Zahlungen zu tätigen, auch die Option auf intelligente Verträge, sogenannte Smart Contracts. Ausserdem dient NEO als Grundkonstrukt für eigene Blockchain Projekte und als Netzwerk für dezentrale Applikation (DApps). Zwei dieser Projekte, die aktuell auf der NEO Blockchain laufen, sind «Ontology» und «GAS». Im März 2018 erhielten NEO Coins Besitzer einen Ontology Coin für je fünf NEO Coins gutgeschrieben. Während Ontology ein neues Blockchain Projekt darstellt, ist GAS eng mit NEO verbunden. GAS wird innerhalb des NEO Netzwerks als Zahlungsmittel für Transaktionskosten verwendet und mit der NEO Blockerstellung freigesetzt.

Ziel des NEO Projekts ist die Realisierung der «Smart Economy», sprich die Digitalisierung von Gütern und Vermögenswertung sowie die Vernetzung sämtlicher digitalen Identitäten. Ebenso wird die Automatisierung des Datenaustauschs innerhalb eines dezentralen Netzwerks angestrebt. Die Einigung zweier Parteien ohne das Vorhandensein von gegenseitigem Vertrauen ist ein zentraler Punkt in der Blockchain Technologie.

NEO wurde 2014 unter dem Namen AntShares gegründet. Gründer Da Hongfei entwickelte das Blockchain Projekt unter dem Dach seiner Entwicklungfirma Onchain. Im Juni 2017 wurde AntShares in NEO umbenannt. Mit dem NEO Mutterkonzerns Onchain entwickelten Da Hongfei und sein Entwicklerteam das erste chinesische Konsensprotokoll namens «Delegated Byzantie Fault Tolerance (dBFT)». Fertiggestellt wurde das ganze Projekt im April 2016. Somit dauerte es ganze zwei Jahre von der Gründung bis zum massenfähigen Produkt.

Nebst dem AntShares Projekt beteiligten sich die zukünftigen NEO Entwickler an der Weiterentwicklung von «Hyperledger», einer Open Source Blockchain Anwendung, die sich auf private und Konsortiums Blockchain Lösungen spezialisiert und eines der vielversprechendsten Projekte der Gegenwart darstellt.

Neben der Mitarbeit am Hyperledger Projekt, arbeitet Onchain auch eng mit der chinesischen Regierung zusammen, um digitale Anwendungen zu regulieren und vor allem zur Umsetzung des im Jahre 2005 lancierten Gesetzes zur Akzeptanz von digitalen Signaturen. Onchain arbeitet nicht nur mit Behörden zusammen, auch Partnerschaften mit Grosskonzernen wie Microsoft und dem Online-Giganten Alibaba stehen im Portfolio der Blockchain Entwicklungsfirma.

Die maximale Anzahl an NEO Coins von 100 Millionen wurde bereits im ersten Block, im sogenannten Genesis Block freigesetzt. Während des ICO`s (Initial Coin Offering), also einer Art Crowdfunding wurden 50 Millionen Coins an Investoren verkauft. Die andere Hälfte wird vom NEO Council verwaltet und für die Weiterentwicklung des Projekts verwendet. Im Vergleich zu vielen anderen Kryptowährungen lässt sich NEO nicht in dezimale Stellen teilen. Die kleinste Einheit ist 1 NEO. Während die Blockgenerierung bei Bitcoin beispielsweise zehn Minuten dauert, braucht das NEO Netzwerk lediglich 15 – 20 Sekunde für die Neuerstellung eines Blocks. Ausserdem ist NEO mit bis zu 10`000 möglichen Transaktion pro Sekunde eine der schnellsten Digitalwährungen. Im Vergleich dazu kann Bitcoin ca. 4 – 7 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten, Zahlungsanbieter wie beispielsweise VISA um die 1700 Transaktionen pro Sekunde.

Das eingangs erwähnte NEO Protokoll namens «Delegated Byzantie Fault Tolerance (dBFT)», zu Deutsch «Delegierte Byzantinische Fehlertoleranz», ermöglicht diese rasche Verarbeitung. Im Gegensatz zum «Proof of Work» Algorithmus, in welcher die Rechenleistung über das Mitspracherecht entscheidet, können im «dBFT» Knotenpunkte von den NEO Besitzern gewählt werden. Die gewählten Knotenpunkte schaffen Konsens und generieren neue Blöcke. Das «dBFT» akzeptierte eine Abweichung der Einigung innerhalb der gewählten Knotenpunkte anhand einer vordefinierten Formel. Daraus ergibt sich eine ungefähre Fehlertoleranz von einem Drittel.

 

 

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