IOTA (MIOTA)

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IOTA ist ein öffentliches dezentrales Bestandsbuch, welches explizit für das Internet of Things (IoT) (Zu Deutsch: Internet der Dinge) entwickelt wurde. Sein Name steht für «Internet of Things Alliance» und wurde aus dem griechischen Alphabet abgeleitet, wo IOTA als neunter und kleinster Buchstabe steht. Entwickelt wurde IOTA von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Dr. Serguei Popov. Auch IOTA hat eine eigene Kryptowährung, welche Zahlungen innerhalb des Netzwerks ermöglicht. Den sogenannten IOTA Token.

Da beim IOTA Projekt eine Konsensfindung aus diversen Industriebereichen sehr entscheidend für den Erfolg ist, wurde mit der Gründung der IOTA-Stiftung eine Organisation ins Leben gerufen, die sich Non-Profit für die Weiterentwicklung und die Kommunikation unter den Parteien einsetzt.

Öffentlich startete IOTA im Dezember 2015, bei der sämtliche IOTA Coins während einem ICO (Initial Coin Offering) für insgesamt 1337 Bitcoin an die Teilnehmer verkauft wurden. Der ICO ähnelt einem Aktienverkauf und hilft bei der Finanzierung des jeweiligen Projekts. Nach der Gründung der IOTA-Stiftung wurde ein gewisser Teil der ausgeschütteten IOTA Coins durch Spenden wieder zurückgewonnen.

Während die meisten digitalen Coins auf einer Open Source Anwendung namens Blockchain basieren, nutzt IOTA eine Technologie mit der Bezeichnung Direct Acycle Graph (DAG). Umgangssprachlich wird das IOTA Protokoll auch Tangle genannt. Tangle bringt im Vergleich zur herkömmlichen Blockchain einige Vorteile. IOTA verzichtet beispielsweise komplett auf Transaktionskosten. Um dennoch einen Konsens zu finden, muss der Versender zwei Transaktionen bestätigen, um wiederum seine Überweisung übermittelt zu bekommen. Ausserdem arbeitet IOTA ebenfalls mit einem Proof of Work Algorithmus. Dieser ist jedoch nicht mit den Blockchain basierenden PoW`s vergleichbar und dient lediglich dem Schutz vor Spam und Hack-Attacken.

Da die feste Menge von etwas über 2.7 Billiarden IOTA bereits besteht, werden im Tangle auch keine neuen Coins geschürft. Somit fällt das aufwändige Mining weg. Ein weiterer Vorteil ist die unendliche Skalierbarkeit sowie die kurze Bestätigungszeit. Da, wie geschildert, jede neue Transaktion den Sender dazu zwingt, zwei weitere Transaktionen zu bestätigen, vergrössert sich das Netzwerk proportional zu jeder ausgeführten Transaktion. Während sich bei den üblichen Blockchains ein erhöhter Transaktionsfluss negativ auf die Geschwindigkeit auswirkt, arbeitet der Tangle mit jeder Transaktion schneller und sicherer. Weil die Transaktionen parallel verarbeitet werden, können ausserdem mehrere Transaktionen gleichzeitig vom Netzwerk registriert werden.

Wie beschrieben, wurde IOTA speziell für die Kommunikation unter Maschinen entwickelt. In der Zukunft wird es deshalb sehr gut möglich sein, dass eine Waschmaschine mit dem Trockner über den Tangle kommuniziert. Da es im Tangle nicht zwingend notwendig ist, zu einer Transaktion die Digitalwährung mit zu transferieren, können auch ausschliesslich Befehle versendet werden. Im Beispiel würde dies wie folgt aussehen: Die Wetterstation meldet 10 Grad Celsius Aussentemperatur, über einen voreingestellten Algorithmus könnte nun automatisch der Befehl an die Innenraumheizung versendet werden, dass sich diese einschaltet. Natürlich gibt es weitaus grössere Projekte, welche um einiges revolutionärer sind. Dem Internet of Things sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

 

Schlüsselbegriffe: Internet of Things (IoT), David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener, Dr.Serguei Popov, Token, Coin, IOTA – Stiftung, ICO (Initial Coin Offering), Bitcoin, Open Source, Blockchain, DAG, Tangle, Konsens, Proof of Work (PoW), Algorithmus, Mining, Skalierung

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