Proof of Work (PoW)

Die Aufgabe vom Proof of Work Verfahren besteht darin, dass ein Miner einen
bestimmten Zielwert errechnet.
Dieser Vorgang wird so lange durchgeführt bis der gewünschte Zielwert
gefunden wurde oder ein neuer Block im Netzwerk entstanden ist.
Gleichzeitig dient dieser Durchlauf als Arbeitsnachweis und wird mit Tokens
belohnt.

Cardano (ADA)

Cardano Logo.jpgCardano ist ein Blockchain basierendes Projekt welches es sich zum Ziel gemacht hat ein neues dezentrales Ökosystem zu entwickeln und dabei die Finanzwelt zu demokratisieren.

Das Cardano Projekt wurde von einem Kollektiv an Institutionen ins Leben gerufen. Eine Gruppe Kryptofanatiker, unter der Leitung von Charles Hoskinson (Co-Founder von BitShares), tat sich Ende 2014 zusammen und lancierte das Projekt. Die «Input Output HK (IOHK)» bei welcher Charles Hoskinsons als CEO tätig ist, trägt zur Design – Entwicklung und zur Implementierung von Cardano bei.

Kurz darauf wurde die «Cardano Foundation» gegründet, um die Weiterentwicklung von Cardano zu beobachten und zu leiten. «Emurgo», mit ihrem Sitz auf der Isle of Man, war der dritte Partner, welcher hauptsächlich zur Wirtschaftlichkeit des Cardano Projekts beitragen sollte. Alle drei Institutionen arbeiten Hand in Hand, sind jedoch jeweils eigenständig geführt.

Ausgangspunkt der Idee zu Cardano war wie so oft die Erkenntnis, dass der Bitcoin in vielen Belangen an seine Grenzen stösst. Da vor allem die eingeschränkte Fähigkeit zur Skalierung ein grosses Problem bei vielen Kryptowährungen darstellt, setzten die Cardano Entwickler genau dort an. Ziel war es eine beliebig skalierbare Kryptowährung hervorzubringen um somit eine massenhafte Nutzung gewährleisten zu können. Die Umsetzung dieser Zielsetzung sollte «Ouroboros» bringen. Ein «Proof of Stake» – Protokoll, welches nebst parallelen Blockchains und quantensicherer Verschlüsselungen auch geringere Kosten und reduzierten Ressourcenaufwand ermöglichen soll.

Das Ouroboros Protokoll ist das Herzstück der Cardano Blockchain, da es vorgibt wie die verschiedenen Knoten den Konsens erlangen. Es definiert somit die Einigung innerhalb des Systems, sowie die Korrektheit der Daten. Ähnlich wie bei den bekannten Proof of Stake Algorithmen wird der sogenannte Stakeholder (zu Deutsch: Anteilhaber), welcher den nächsten Block minen darf, zufällig und im Verhältnis zu seinen Anteilen gewählt. Je grösser die Anteile, desto grösser die Wahrscheinlichkeit beim nächsten Block das Mining ausführen zu dürfen. Um die Sicherheit des Systems zu garantieren muss die Zufälligkeit der Auswahl des Stakeholders welcher den nächsten Block minen darf, zu 100% gewährleistet sein. Um dies zu versichern beinhaltet der Ouroboros Algorithmus ein spezielles «Coin – Flipping – Protokoll».

Ein weiteres Problem welches Cardano zu lösen versucht, ist die fehlende Interoperabilität. Sprich die Interaktion zwischen den diversen Kryptowährungen, sowie die Interaktion zwischen den Kryptowährungen und der äusseren Finanzwelt. Cardano arbeitet aktuell an einer Plattform welche alle Parteien miteinander verknüpfen soll. Ausserdem sollen innerhalb der Cardano Blockchain, in den sogenannten Sidechains auch Tokens anderer Kryptowährungen genutzt werden können.

Cardano sieht sich selbst als Blockchain 3. Generation. Während in der 1. Generation noch ausschliesslich Zahlungen getätigt werden konnten, war es in der 2. Generation bereits möglich Smart Contracts zu versenden. In der 3. Generation soll nun aus den Mängel der ersten beiden Generationen gelernt werden und die entsprechenden Verbesserungen vorgenommen werden.

Die Cardano Blockchain, besteht aus mehrern Schichten, den sogenannten «Layers». Die Kryptowährung ADA wird auf der «Cardano Settlement Layer (CSL)» verwaltet und gehandelt. Die «Cardano Computation Layer (CCL)» ermöglicht Smart Contracts und dezentrale Applikationen, sogenannte «Dapps».

Diese mehrschichtige Architektur ermöglicht es vor allem, Zahlungs – und Smart Contract Funktion voneinander zu trennen und somit Updates gezielter den Bedürfnissen der jeweiligen Anwendungen zu gestalten. Im Vergleich dazu führt die Ethereum Blockchain, welche ebenfalls Zahlungen und Smart Contracts anbietet, alle Funktionen auf einer gemeinsamen Schicht. Änderungen betreffen somit immer alle Bereiche.

Auch versucht Cardano einen Mittelwert zwischen Privatsphäre und Regulation zu finden, um somit alle Parteien und deren Interessen zu berücksichtigen.

Die Kryptowährung ADA kann auf praktisch allen grösseren Exchanges erworben werden. Cardano hält mit dem «Daedalus Wallet» gar ein eigenes Wallet bereit, welches als Desktop Wallet und Mobile Wallet erhältlich ist.

 

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Dash (DASH)

PicsArt_04-18-12.31.58Digital Cash, oder auch bekannt als DASH wurde erstmals am 19. Januar 2014 gemint und hörte in den Jahren 2014 – 2015 auf den Namen XCoin oder Darkcoin und ist heute noch eine Opensource Peer-to-Peer Kryptowährung.
DASH besitzt ähnliche Funktionen wie Bitcoin, sowie auch Funktionen die Bitcoin nicht kennt.
Dabei liegt die Stärke dieser Währung auf der Anonymität von Kontoständen und Transaktionsinformationen welche nicht öffentlich sind. Jegliche Transaktionsinformationen werden von allen Teilnehmer durch das System PrivateSend miteinander vermischt um somit eine akkurate Rückverfolgung auszuschliessen.
Um Entwicklungsarbeiten, Community-Projekte sowie Marketing zu finanzieren, wandern 10% der Mining-Einkünfte in die sogenannte Treasury ( Schatzkammer).
DASH nutzt den Proof-of-Work Algorithmus X11. Dieser besteht aus mehreren kryptographischen Hashfunktionen und eignet sich gut für CPU und GPU Mining. Zur Zeit sichern 4500 Server und über 1’000 Gigahash X11 ASIC Rechenleistung die Transaktionen.
Um selbst ein Teil vom dezentralen Sicherungssystem zu werden, benötigt man 1’000 DASH um ein Masternode zu betreiben. Dieser erledigt besondere Aufgaben und erhält als Belohnung 45% der Mining-Erträge. Weitere 45% erhalten die Miner. Die momentane Belohnung pro Block liegt bei ca. 3.35 DASH und das bei knapp 1 Block pro Stunde (in den letzten 24 Stunden).
Als Masternode entscheidet man womit sich die Programmierer beschäftigen und finanziert Projekte welche mit den oben genannten 10% Mining-Erträge unterstützt werden.
DASH besitzt noch ein weiteres Feature; InstandSend. Es ermöglicht mit Hilfe von Masternodes die Zuordnung von Outputs und konkreten Inputs. Dadurch können Transaktionen fast in Echtzeit ablaufen.
Eines der neueren Projekten von den Entwicklern ist DASH EVOLUTION.
Dies soll dafür sorgen das jeder Mensch auf dem Planeten mit Internetzugriff einfach und schnell an Kryptowährungen kommen kann, ein Konto auf Blockchain errichten  und seine eigene Kontakten anhand ihres Namens als Transaktionspartner verwalten kann ohne dabei kryptische Adressen oder QR-Codes zu verwenden.

Schlüsselbegriffe: Opensource, Peer-to-Peer, PrivateSend, treasury, Proof-of-Work, X11, Hash, CPU, GPU, ASIC, Masternode, InstandSend, Blockchain, QR-Code

 

IOTA (MIOTA)

IOTA ist ein öffentliches dezentrales Bestandsbuch, welches explizit für das Internet of Things (IoT) (Zu Deutsch: Internet der Dinge) entwickelt wurde. Sein Name steht für «Internet of Things Alliance» und wurde aus dem griechischen Alphabet abgeleitet, wo IOTA als neunter und kleinster Buchstabe steht. Entwickelt wurde IOTA von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Dr. Serguei Popov. Auch IOTA hat eine eigene Kryptowährung, welche Zahlungen innerhalb des Netzwerks ermöglicht. Den sogenannten IOTA Token.

Da beim IOTA Projekt eine Konsensfindung aus diversen Industriebereichen sehr entscheidend für den Erfolg ist, wurde mit der Gründung der IOTA-Stiftung eine Organisation ins Leben gerufen, die sich Non-Profit für die Weiterentwicklung und die Kommunikation unter den Parteien einsetzt.

Öffentlich startete IOTA im Dezember 2015, bei der sämtliche IOTA Coins während einem ICO (Initial Coin Offering) für insgesamt 1337 Bitcoin an die Teilnehmer verkauft wurden. Der ICO ähnelt einem Aktienverkauf und hilft bei der Finanzierung des jeweiligen Projekts. Nach der Gründung der IOTA-Stiftung wurde ein gewisser Teil der ausgeschütteten IOTA Coins durch Spenden wieder zurückgewonnen.

Während die meisten digitalen Coins auf einer Open Source Anwendung namens Blockchain basieren, nutzt IOTA eine Technologie mit der Bezeichnung Direct Acycle Graph (DAG). Umgangssprachlich wird das IOTA Protokoll auch Tangle genannt. Tangle bringt im Vergleich zur herkömmlichen Blockchain einige Vorteile. IOTA verzichtet beispielsweise komplett auf Transaktionskosten. Um dennoch einen Konsens zu finden, muss der Versender zwei Transaktionen bestätigen, um wiederum seine Überweisung übermittelt zu bekommen. Ausserdem arbeitet IOTA ebenfalls mit einem Proof of Work Algorithmus. Dieser ist jedoch nicht mit den Blockchain basierenden PoW`s vergleichbar und dient lediglich dem Schutz vor Spam und Hack-Attacken.

Da die feste Menge von etwas über 2.7 Billiarden IOTA bereits besteht, werden im Tangle auch keine neuen Coins geschürft. Somit fällt das aufwändige Mining weg. Ein weiterer Vorteil ist die unendliche Skalierbarkeit sowie die kurze Bestätigungszeit. Da, wie geschildert, jede neue Transaktion den Sender dazu zwingt, zwei weitere Transaktionen zu bestätigen, vergrössert sich das Netzwerk proportional zu jeder ausgeführten Transaktion. Während sich bei den üblichen Blockchains ein erhöhter Transaktionsfluss negativ auf die Geschwindigkeit auswirkt, arbeitet der Tangle mit jeder Transaktion schneller und sicherer. Weil die Transaktionen parallel verarbeitet werden, können ausserdem mehrere Transaktionen gleichzeitig vom Netzwerk registriert werden.

Wie beschrieben, wurde IOTA speziell für die Kommunikation unter Maschinen entwickelt. In der Zukunft wird es deshalb sehr gut möglich sein, dass eine Waschmaschine mit dem Trockner über den Tangle kommuniziert. Da es im Tangle nicht zwingend notwendig ist, zu einer Transaktion die Digitalwährung mit zu transferieren, können auch ausschliesslich Befehle versendet werden. Im Beispiel würde dies wie folgt aussehen: Die Wetterstation meldet 10 Grad Celsius Aussentemperatur, über einen voreingestellten Algorithmus könnte nun automatisch der Befehl an die Innenraumheizung versendet werden, dass sich diese einschaltet. Natürlich gibt es weitaus grössere Projekte, welche um einiges revolutionärer sind. Dem Internet of Things sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

 

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Litecoin (LTC)

Bild LitecoinAm 07. Oktober 2011 veröffentlichte der Entwickler Charlie Lee unter der MIT/X11-Lizenz Litecoin auf GitHub, einer Plattform worauf Software Entwicklungsprojekte bereitgestellt werden können.
Der Litecoin ähnelt dem Bitcoin technisch sehr, da dieser durch sein Peer-to-Peer Netzwerk alle Transaktionen, Bilanzen und Ausgaben verwaltet.
Durch kryptographische Hashfunktionen werden Blöcke all zweieinhalb Minuten generiert und somit auch die Litecoins, welche wie beim Bitcoin einzeln auf nur einem Computer, für eine Person oder in einem sogenannten Mining Pool für mehrere Personen erstellt werden können.
Mittels einem Proof-of-Work Algorithmus namens „Scrypt“, dass auf die Benutzung eines PC’s (CPU- und GPU- optimiert) zugeschnitten wurde, wird das Mining gleichmässig auf mehreren Menschen verteilt. Scrypt wurde speziell entwickelt um Brute-Force-Angriffe welche mit spezialisierter Hardware arbeiten, zu erschweren.
Um vor Inflation zu schützen halbiert sich alle 4 Jahre (840’000 Blöcke) der Miningertrag bis eine vordefinierte Gesamtmenge von 84‘000‘000 Litecoins erreicht wurde. Zurzeit ist die Anzahl von rund 56‘000‘000 geschürften Litecoins erreicht. Dies entspricht ca. 67% der gesamt schürfbaren Coins.
Litecoins lassen sich in 100‘000‘000 kleinere Units einteilen und können durch Exchangers in Fiatgeld oder auch Bitcoins umgetauscht werden.

Schlüsselbegriffe: MIT, X11- Lizenz, GitHub, Bitcoin, Peer-to-Peer, Kryptographie, Hash, Mining Pools, Proof-of-Work, Algorithmus, CPU, GPU, Mining, Brute-Force Angriffe, Inflation, Units, Exchanger, Fiatgeld